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Überraschende Ergebnisse bei simultanen Messungen mit zwei baugleichen GPS-Empfängern. (Das "DGPS-Verfahren des kleinen Mannes") Seit Juni 1997 besitze ich einen zweiten Rockwell-Jupiter
GPS-Empfänger, baugleich mit meinem ersten Empfänger dieser Art. Da erste parallele
Messungen mit diesen Empfängern an zwei ca. 12 km entfernten Punkten eine überraschend
gute Übereinstimmung der Messwert-Spuren zeigten, habe ich mich dazu entschlossen, diesem
vielversprechenden Befund genauer nachzugehen. Ich erwog es, einen der beiden Empfänger
an einer eigens fest installierten GPS-Antenne auf meinem Dach zu betreiben. Die Antenne
wurde tatsächlich installiert und ihre Position danach mit meinem Theodolit möglichst
genau eingemessen (Methode: Vorwärtseinschnitt, Ergebnis: R=3422163,20 m, H=5393397,99 m,
Höhe: 139,24 m über NN). Die Antenne des zweiten Empfängers stellte ich auf Punkten mit
bekannten Koordinaten auf (z.B. 5,8 km, bzw. 25 km entfernt) und ließ dann beide Geräte
parallel in 1 Sekunden Intervallen gleichzeitig ihre Ortsbestimmungen durchführen und
diese auf dem jeweils angeschlossenen Rechner protokollieren. Nach ca. 1 Stunde wurden die
Messungen gleichzeitig an beiden Standorten beendet und die aufgezeichneten Daten zu Hause
ausgewertet. Beide Protokolle ergaben die bekannten, oben so genannten
"Messwert-Spuren", die statt des wirklichen Stillstandes während der Messung
eine scheinbare Bewegung der messenden Antenne vorspiegeln. Diese künstliche - vom
amerikanischen Verteidigungsministerium - vorgegebene Genauigkeitsminderung (SA genannt =
Selective Availability) war damals immer gegeben und wurde allgemein als störend empfunden. Die
so vorgespiegelten Bewegungen verliefen unregelmäßig und überstrichen, über längere
Zeiten gemessen, etwa einen Bereich von ca. 10000 m 2 , oder anders
dargestellt, sie schwankten in Nord-Süd und Ost-West-Richtung um jeweils ± 50-70 m, die
Spur sah also etwa so aus, wie im oberen der beiden folgenden Bilder zu sehen ist.
Um aber nicht den falschen Eindruck aufkommen zu lassen, dass mit diesem Verfahren wirklich DGPS-Funktionalität zu erreichen wäre, möchte ich ausdrücklich auf die Probleme bei derartigem Vorgehen hinweisen :
Alle genannten Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein - und damit ist dieses Vorgehen nur zur Demonstration eines Korrekturprinzips einsetzbar, das keinesfalls mit der DGPS-Korrektur verwechselt werden darf. Dort werden nämlich für jeden einzelnen Satelliten Korrekturwerte ermittelt und ausgesendet, während hier eine einfache Korrektur berechnet wird, nachdem beide Geräte aus den von ihnen "gesehenen" Satelliten zunächst ihren jeweiligen Standort berechnet haben. Die oben beschriebene Methode funktioniert dabei wirklich nur dann so ordentlich, wenn beide Empfänger "sich für die Verwendung der gleichen Satelliten entschieden haben". Dies kann man nur bei wenigen Empfängern überhaupt beeinflussen, bei den sog. Handheld-Geräten in der Regel nicht ! Es ist dann aber genau diese Forderung entweder nicht erfüllt, oder es kann jedenfalls nachträglich nicht überprüft werden, welches Gerät mit welchen Satelliten seinen Standort bestimmt hat. Sehen Sie aber vielleicht trotzdem auch die weiteren, teilweise recht schönen Beispiele solcher Simultan-Messungen : Auswertung weiterer Parallelmessungen Die letzte Berichtigung erfolgte am 08.01.2002 |