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Anleitung zum Experimentieren mit dem simulierten Fixsternhimmel (Teil 3)

Bis hier haben Sie beim Spielen mit dem Applet erfahren :

  • Durch die Messung einer Sternhöhe (Höhe über dem Horizont) erfahre ich über meine Position nur, auf welchem Kreis um den Fußpunkt sie liegt. Dieser Kreis ist eine sogenannte Standlinie, ich nenne sie "Höhenstandlinie".
  • Die Auswertung des gemessenen Azimut zum Stern liefert eine weitere Standlinie, auf der mein Standort gleichzeitig liegen muss. Diese Linie nenne ich "Azimutstandlinie"
  • Meine Position muss, wenn Höhen- und Azimutmessung gleichzeitig berücksichtigt werden, im Schnittpunkt der beiden Linien liegen.

Lernziele :

  • Die gleichzeitige Bestimmung von Azimut und Höhe eines Sterns ist praktisch ziemlich schwierig - es muss ja gleichzeitig noch mit der Stoppuhr der Zeitpunkt der Messung festgehalten werden. Auch ist der Polarstern ja nicht genau an der Stelle des wahren Himmelspols und auch ein Kompass zeigt ja meist nicht exakt nach Norden.
  • Einfacher ist es, eine zweite Standlinie aus der Messung der Höhe eines zweiten Sterns - jetzt aber nicht notwendigerweise gleichzeitig - zu gewinnen.
  • Der zweite Stern hat ebenfalls einen Fußpunkt auf der Erde und wieder lässt sich ein Kreis um diesen Punkt berechnen. Diese Linie ist dann die zweite Standlinie.
  • Die beiden Kreise haben (im Allgemeinen) zwei Schnittpunkte. Mein Standort muss auf einem der beiden Schnittpunkte liegen, weil nur dort beide Sterne zugleich in den gemessenen Höhen erscheinen können.
  • Auf welchem der beiden Punkte mein Standort liegt, kann oft leicht entschieden werden, wenn sie nur genügend weit auseinander sind und die Position wenigstens ungefähr bekannt ist ("gegisste", d.h. geschätzte   Position).
  • Wenn auch keine taugliche Schätzung vorliegt, kann die Messung einer dritten Sternhöhe einen dritten Kreis um dessen Fußpunkt liefern. Dieser Kreis schneidet die beiden anderen Kreise (wenn die Messfehler klein genug sind) in einem der beiden oben ermittelten Schnittpunkte. Dieses ist dann eindeutig der Standort.

An dieser Stelle (zum Umgang mit der Messung von zwei Sternhöhen) eignet sich das bislang verwendete Simulationsapplet nicht mehr. Da aber in der Praxis Standortbestimmungen meist ohne Azimutmessung ausgeführt werden, sollten Ihre weiteren Experimente mit dem folgenden Applet und seinem Partnerapplet erfolgen.

Oder vielleicht doch erst noch einmal

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Erstellt am 18.3.2000

Vorletzte Aktualisierung : 26.3.2000

Letzte Aktualisierung : 08.01.2002