Daraus folgt nun zur Umrechnung von r nach
f für die 4 Quadranten :
I. Quadrant : t = r , wenn dx > 0 und
dy > 0
II. Quadrant : t = 200 gon + r , wenn dx
< 0 und dy > 0
III. Quadrant : t = 200 gon + r , wenn dx
< 0 und dy < 0
IV. Quadrant : t = 400 gon + r , wenn dx
> 0 und dy < 0
In der "Sprache" von Mathcad sieht
der Ausdruck zur Berechnung des Richtungswinkels so aus :

Versuchen Sie zu verstehen, dass das genau
den oben gegebenen Regeln entspricht, weil (x2>x1) genau dann 1 ist,
wenn tatsächlich gilt : x2 > x1, sonst aber der Ausdruck (x2>x1)
0 ist, also :
I. Quadrant : t = r , wenn dx > 0 und
dy > 0
II. Quadrant : t = 200 gon + r , wenn dx
< 0 und dy > 0
III. Quadrant : t = 200 gon + r , wenn dx
< 0 und dy < 0
IV. Quadrant : t = 400 gon + r , wenn dx
> 0 und dy < 0
Wie bestimmt man nun aber den Richtungswinkel
zum Punkt N, wenn der Theodolit auf dem Punkt Th steht ?
Man muss zunächst die Koordinaten des
Punktes Th kennen und ebenfalls die Koordinaten eines weiteren anvisierbaren
Punktes Z. Aus den bekannten Rechts- und Hochwerten der Punkte Th und
Z berechnet man den Richtungswinkel t(Th,Z), also den Winkel, der die
Richtung nach Z zur Nordrichtung hat.
Die Berechnung erfolgt mit den bekannten
Koordinaten gemäß der obigen Formel :
t(Th,Z) = t (yTh, xTh, yZ, xZ)
Dann wird der Winkel zwischen der Linie
nach Z und der Linie nach N gemessen und daraus durch einfaches Addieren
der gesuchte Richtungswinkel t(Th,N) ermittelt. Falls der so ermittelte
t-Wert größer 400 gon ist, werden einfach 400 gon subtrahiert.
So ist zu verfahren, wenn der "Schwenk" von Z nach N nach
rechts erfolgt. Ist aber ein Schwenk nach links erfolgt, wird t(Th,N)
durch Subtrahieren des "Schwenk-Winkels" vom Richtungswinkel
t(Th,Z) ermittelt. Ergibt sich dabei ein Winkel < 0, dann werden
einfach noch 400 gon addiert.
Letzte Änderung vom 26.11.96
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09.01.2002