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Die nächsten Schritte zur Satellitenjagd. Für die Suche nach Satelliten ist nun die Aufzeichnung von Screenshots möglichst über die ganze Nacht hinweg anzuraten. Am nächsten Morgen kann man dann die vielen Schnappschüsse durchsehen, bis man dabei aufmerksam wird auf einen Lichtpunkt, der sich von Bild zu Bild um etwa gleichgroße Spannen in konstanter Richtung über den Bildschirm bewegt. Ich habe mir für diesen Zweck angewöhnt die Bilder als Windows-Vista Diashow mittels der Cursortasten (nach rechts oder nach links) schnell durchlaufen zu lassen. So fällt einem ein beleuchteter Satellit neben den zahlreichen "blinkenden" Sternen auf, die immer wieder mal "aus- und wieder angehen", aber ihre Position relativ zu den anderen Sternen dabei nicht verändern. Um einen Satelliten sicher zu erkennen sind dann mindestens drei, besser aber mehr aufeinander folgende Schnappschüsse erforderlich. Ein Problem darf aber nicht unerwähnt bleiben: Manchmal kann man auch die Positionsleuchten vorüber fliegender Flugzeuge versehentlich für einen Satelliten halten. In manchen besonders klaren Nächten konnte ich Flugzeuge ganz eindeutig ausmachen, weil sie einen kurzen vom Mondlicht erhellten Kondensstreifen hinter sich herzogen. Mittlerweile habe ich auch erkannt, dass Flugzeuge meist ungefähr die gleichen Luftwege nutzen, die man dann schon kennt und die in aller Regel einen einigermaßen horizontalen Verlauf haben. Zwei weitere Bedingungen müssen erfüllt sein: Erstens muss - etwa über ein geeignet bemessenes "refresh" im Quelltext - dafür gesorgt sein, dass laufend neue Bilder auf den Rechner geholt werden. Zweitens sollte die Zeitspanne zwischen aufeinander folgenden Bildern kurz sein, 10 Sekunden zum Beispiel. Hierzu ist allerdings erforderlich, dass man sich über die Option "Click here to register for a new account" auf dieser Seite als Nutzer registrieren lässt. Nur so ist es dann möglich sich jeweils nach dem Einloggen in schneller zeitlicher Folge aktuelle Bilder abzurufen. Die nicht registrierten Besucher der Seite können nur alle 5 Minuten ein neues Bild erhalten. Damit hat man aber mit den schnell vorüber eilenden Satelliten keine Chance zur Erkennung. Zum Ausprobieren - nach der Registrierung bei http://www.telescope.org - können Sie diese Seite mal einsetzen. Sie sollten sich die Seite herunterladen und auf Ihrem Rechner installieren und für den praktischen Einsatz dann jeweils von dort aufrufen. Die entsprechende Seite für das Abrufen der "Pole-Star-Cam" können Sie sich von hier herunterladen und bei sich einsetzen. Zur Aufzeichnung der Bilder aus Teneriffa nutze ich Snagit 8. Damit kann ich das Bild als festen Bildschirmbereich festlegen und zum Beispiel für alle 4 Sekunden einen Screenshot abspeichern lassen. Dafür kann ich ein Verzeichnis einrichten und die Schnappschussbilder dort ablegen lassen. Es hat sich gezeigt, dass dies mit besserer Sicherheit funktioniert, wenn ich die Zeitintervalle für die Screenshots deutlich kürzer wähle als die Refresh-Zeitintervalle. Snagit ist dabei so intelligent, dass es kein Bild zweimal aufzeichnet. Es kommen aber auch so leicht einige Tausend Bilder pro Nacht zusammen! Zur Abschätzung der Häufigkeit von Satellitenfunden zeige ich Ihnen hier drei typische Protokolle:
Wie man die in den Protokollen sichtbare Zuordnung der wandernden Lichtpunkte zu konkreten Satelliten bewerkstelligen kann, zeigt die folgende Seite. Diese Seite wurde erstellt am 22.4.2008, letzte Aktualisierung: 6.7.2008 |