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Einführung
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Teil 7

Eine manipulierbare Punktwolke als Ergebnis.

Der Bezug zu einer früher aufgenommenen Punktwolke der Burgruine Hohengeroldseck ist hier erkennbar.

Es war nun doch noch einmal genauer zu prüfen, ob der von mir vermutete Azimutwinkel, also die "Himmelsrichtung zum Satelliten" tatsächlich stimmt - Sie erinnern sich, dass ich ca. 118° angenommen hatte. Da ich zu diesem Zweck erneut anfahren musste, nahm ich bei dieser Gelegenheit neben der bisher gemessenen Antenne auch noch eine weitere in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem Tachymeter auf. Auch dieser Parabolreflektor hat wieder einen Durchmesser von 18.28 m. Es folgt das Ergebnis der neuen Messung wieder als manipulierbare Punktwolke, die Sie z.B. mit der Maus (und der linken Maustaste) in Drehung versetzen können. Hierbei entsteht so etwas wie ein räumlicher Gesamteindruck der Szene. Besonders schön wird es, wenn Sie versuchen die Wolke in langsame Rotation zu versetzen. Zu solchem Spielen möchte ich Sie ermuntern.

 

Von den gemessenen Punkten sind insgesamt 9 Punkte durch farbliche Markierung (violett) hervorgehoben. Der Punkt 1 bei 570, 388 war der Standort des Tachymeters bei den Messungen. Die - vom Tachymeter aus gesehen - linke Antenne nenne ich Antenne 1, die andere ist Antenne 2.

Von den gemessenen Punkten der Antenne 1 sind die Punkte ganz unten (Nr. 23), ganz links (Nr. 25), ganz oben (Nr. 24) und ganz rechts (Nr. 26) markiert.

Bei Antenne 2 wurden die Punkte ganz unten (Nr.209), ganz links (Nr. 188), ganz oben (Nr. 173) und ganz rechts (Nr. 4) violett markiert. In der folgenden Tabelle habe ich die Koordinaten dieser Punkte notiert.

Sie können die Koordinaten dieser oder anderer Punkte im obigen Applet einfach abfragen, indem Sie mit der Maus - ggf. nach entsprechenden Zurechtschieben mit Maus und Taste "T" und Vergrößern mit der Maus und gedrückter Taste "S" - den interessierenden Punkt anfahren und die Taste "H" betätigen.

P.Nr
X
Y
Z
1
570.05
388.02
164.07
23
534.104
424.016
168.642
24
530.109
426.237
186.331
25
527.669
417.142
177.506
26
536.575
433.117
177.493
4
593.368
424.573
176.545
173
589.188
433.635
184.690
188
579.563
436.577
176.448
209
583.798
427.501
168.327

Mit diesem Applet habe ich für den Standort der Antennen eine Meridiankonvergenz von MK = - 0.970° ermittelt.

Den Richtungswinkel zwischen 2 Punkten bestimme ich nach folgender MathCad-Vorschrift:

Aus den Koordinaten in obiger Tabelle ergibt sich für das Azimut (Zielrichtung) der Antenne 1: t(X25,Y25,X26,Y26) + MK + 90 ° = 118.17 °.

Der Elevationswinkel der Antenne 1:

Für die Zielrichtung der Antenne 2 resultiert: t(X188,Y188,X4,Y4) + MK + 90 ° = 220.04 °.

Der Elevationswinkel der Antenne 2:

Wenn ich nun für den Antennenstandort im "Schüsselpeilungs-Applet" durch Probieren nach den beiden Längengraden suche, die zur jeweiligen Zielrichtung und Elevation passen, resultieren die beiden folgenden "Parkpositionen" für die beiden angezielten Satelliten:

Position von Satellit 1: 62.05 ° östl. Länge, die Elevation dazu aus dem Schüsselpeilungs-Applet:14.4 °

Position von Satellit 2: 24.35° westl. Länge, die Elevation dazu aus dem Schüsselpeilungs-Applet: 26.6 °

Wie man sehen kann, passen die aus dem Peilungsapplet stammenden Elevationswinkel gut zu den aus den Messwerten gewonnenen!

Bei meinen Messkampagnen fielen mir bei den Antennen im Sonnenschein die über die Parabolfläche wandernden Schatten des kleinen runden Reflektors auf. Da kam mir die Idee, dass man daraus ebenfalls die Zielrichtung der betreffenden Antenne bestimmen können müsste. Die Unterteilung der Parabolfläche in gut sichtbare Sektoren ließ auch den Gedanken aufkommen, die Zeitabhängigkeit des wandernden Schattens durch diese Sektoren als eine Art "Sonnenuhr" etwas genauer zu betrachten. Dies bleibt aber meinen nächsten Besuchen dort vorbehalten.

Inzwischen war ich nochmal dort und habe über 2 Stunden den laufenden Schatten in etwa 80 Aufnahmen festgehalten. Ehe ich in der nächsten Folge die Auswertung bespreche hier mal eine ausgewählte Sequenz, die aber immerhin den Schattenweg erkennen lässt. Leider war gerade in den interessantesten Minuten die Sonne hinter Wolken und es konnten gerade in dieser Zeit nur Aufnahmen mit wenig Kontrast gemacht werden.

Diese Seite wurde erstellt am 23.08.2005

Letzte Berichtigung am 20.09.2005