Anleitung :
Bitte beachten Sie, dass das Applet Sie nur richtig versteht, wenn Sie die Dezimalstellen von den ganzen Zahlen durch ein Komma trennen (nicht durch einen Punkt). Schreiben Sie also bitte 45,123 und nicht 45.123!
Zur Bedienung :
Zunächst erscheinen oben links im
Eingabebereich die geographischen Koordinaten eines vorgegebenen Punktes im südlichen
Schwarzwald. Sie können zunächst mit diesen Koordinaten die Funktion des Applets
ausprobieren oder diese Koordinaten auch gleich verändern : Hinbewegen des Mauszeigers
und Verändern der Zahlenwerte, danach Betätigung der ENTER-Taste, damit die
neuen Werte wirksam werden. Jetzt wird die
Berechnung der transformierten Koordinaten durch Betätigen des grünen Buttons mit der
Aufschrift "Berechnen" ausgelöst. Wenn Sie sich nun die entsprechenden
geographischen Koordinaten im WGS84-Datum ansehen, erkennen Sie, dass diese Koordinaten so
aussehen als läge der gleiche Ort weiter südlich und weiter westlich als er bei den
Eingabekoordinaten liegt. Dies ist der typische Unterschied zwischen den Potsdam- und den
WGS84-Koordinaten in unserem Land.
Nach einer ersten Berechnung können
Sie wahlweise auch die Kartesischen Koordinaten oder die Gauß-Krüger-Werte verändern,
z.B. aber auch nur einzelne Ziffern dieser Werte. Erst nach Betätigen der ENTER-Taste
werden diese neuen Werte dann wirksam. Dies ist daran zu erkennen, dass zunächst die
alten Werte der beiden anderen Koordinatenarten verschwinden. Die Umrechnung wird wieder
mit dem grünen Button ausgelöst. Es erscheinen danach sowohl die zugehörigen
umgerechneten Eingabe-Koordinaten der anderen beiden Arten wie auch die transformierten
Koordinaten im WGS84-Datum.
Eine weitere Option bietet
sich neuerdings in Form der Meridianstreifenauswahl. In der
betreffenden Drop-Down-Auswahlliste oben rechts ist die Normaleinstellung
"Mitte". Das bedeutet dass die erste Ziffer des Rechtswertes
sich so aus der geogr. Länge des "Bezugsmeridians" berechnet,
dass diese Kennziffer dem durch 3 geteilten Wert des Bezugsmeridians
entspricht. Es ist aber auch möglich, sich bei der Berechnung der
Gauß-Krüger-Koordinaten auf einen Meridian zu beziehen, der um 3°
kleiner ("Westlich") oder 3° größer ("Östlich")
ist als der "natürliche" Bezugsmeridian ("Mitte").
Durch diesen besonderen Bezug ändern sich die Rechts- und Hochwerte.
Sie werden vom Programm also aus der Länge und Breite oder aus den
Kartesischen Koordinaten nach Maßgabe der gewählten Meridianstreifenvariante
gleich richtig berechnet.
Zum genaueren Studium
des Meridianstreifenwechsels verweise
ich Sie auf mein für diese Aufgabe speziell programmiertes
Applet.
Allgemein :
Zunächst hätte ich eigentlich nicht
erwartet, dass auch an dieser Art von Datumstransformation ein gewisses Interesse meiner
Besucher bestehen könnte. Es kam aber immer wieder vor, dass ich auch danach gefragt
wurde. Da der Aufwand nicht sehr groß war, habe ich also auch ein entsprechendes Applet
für diese Transformationsrichtung programmiert.
Da im Text zum Applet für die
umgekehrte Transformation auf die wesentlichen Dinge schon eingegangen wird, soll an
dieser Stelle die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Beziehungen gerichtet sein, die
die Sätze von Transformationsparametern für die beiden komplementären
Transformationsrichtungen zueinander aufweisen.
Wenn also die WGS84-Koordinaten für
einen gegebenen Punkt aus den Potsdam-Koordinaten berechnet werden sollen, nimmt sicher
jeder ganz richtig an, dass die 7 Parameter für diesen Vorgang eng mit denjenigen
Parametern zusammenhängen, die für die umgekehrte Berechnung gebraucht werden.
Sehen Sie sich die beiden (zueinander
passenden) Sätze in beiden Applets einfach einmal an. Sie werden bemerken, dass die
Parameter für die Verschiebung (Delta-X, Delta-Y und Delta-Z) und für die Rotationen um
die drei Achsen (rot-X, rot-Y und rot-Z) für die beiden inversen Vorgänge sich nur in
ihrem Vorzeichen unterscheiden. Der Maßstabsfaktor - dies mag vielleicht nicht so
unmittelbar erkennbar sein - in der einen Richtung ist aber genau der Kehrwert desjenigen
in der umgekehrten Richtung.
Noch einige
Worte zum "Bezugsmeridian": Die geografische Länge des
betrachteten Ortes entscheidet normalerweise gleich über den zugehörigen
Bezugsmeridian. Bezugsmeridiane sind in Deutschland die Längengrade 3°,
6°, 9°, 12°. Wenn mein eigener Längengrad vorgegeben ist, dann liegt
damit auch der entsprechende Bezugsmeridian fest. Es ist einfach der
nächstliegende der oben genannten Meridiane, oder, anders ausgedrückt :
Ein Bezugsmeridian ist für alle die Längengrade "zuständig",
die sich um weniger als 1.5 ° von ihm unterscheiden, also im zugehörigen
"Meridianstreifen" liegen. Trotzdem ist es aber
gelegentlich üblich - vor allem für Bereiche in der Nähe des genannten
"Zuständigkeitswechsels" - sich in manchen Fällen auch einmal
auf den angrenzenden Meridianstreifen und seinen Bezugsmeridian zu
beziehen. Dabei entstehen dann auch andere Rechtswerte mit insbesondere
einer anderen ersten Ziffer (Kennziffer), aber auch die Hochwerte sind von
diesem Bezugswechsel betroffen. Diese Sonderfälle kann das Applet nun
auch richtig behandeln.
Die ansonsten bei diesem Applet einzig
unterschiedliche Problemstellung ist die Wandlung von Gauß-Krüger- Koordinaten in
Potsdamer geographische Koordinaten, also in Längen- und Breitengrade. Die entsprechenden
Details möchte ich hier nicht ausführen, sie werden vom Programm aber gemeistert.
Es würde mich freuen, wenn Ihnen der Umgang mit den
beiden Applets nützlich sein könnte.
Erstellt am 21.11.2000
Zuletzt aktualisiert am
5.01.2006 (Text) 26.11.2003 (Applet)
Zum
ergänzenden Applet für die umgekehrte Transformation (vom WGS84-Datum
zum Potsdam-Datum)
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