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Die beiden
Grundrisse, die von S0 und S1 aus gemessen wurden, sollen durch geeignetes
Drehen und Verschieben zueinander passend gemacht werden.
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Die
Tachymeterpositionen S0 (unten rechts) und S1 (oben rechts)
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Es
ergeben sich zwei "Grundrissbilder" mit den jeweils
von S0 und S1 gemessenen Objektpunkten, die allerdings erst mal
nicht zueinander passen.
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Die
x-Achse verläuft im linken Grundriss etwa in der Richtung
der langen Ostseite der Kirche.
Links
verläuft die südliche Außenwand. Punkte auf der
Nordseite waren aus der Position S0 natürlich nicht sichtbar,
sie müssten aber auf der rechten Seite zu suchen sein.
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Auf dem rechten
Grundriss liegt die lange Ostseite links etwa in Richtung der
y-Achse. Die Position der Helmstangenkugel ist durch einen blauen
Punkt markiert.
Von S1 aus
sind Punkte auf der Nordwand sichtbar. Sie liegen etwa parallel
zur x-Achse auf der unteren Seite des rechten Grundrisses. Punkte
auf der Südseite sind aus Position S1 nicht sichtbar, sie
müssten aber im oberen Bereich des Grundrisses gesucht werden.
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Im nachfolgenden
Bild ist der von S0 aus aufgenommene Grundriss mit demjenigen
zusammengeführt, der von S1 aus entstanden ist.
Zur
Erinnerung: Der zu S0 gehörende Grundriss ist der "liegend"
nach rechts ragende.
Der
nach oben ragende Grundriss (zu S1 gehörend) soll nun
derart um den grünen Punkt (also die zusammengelegten
Standorte S0 und S1 mit den Koordinaten x=0, y=0 und z=0)
nach links gedreht werden, dass seine linke Seite (in der
Realität die Ostseite der Kirche) in der gleichen Richtung
verläuft wie die entsprechende Seite des "liegenden"
Grundrisses.
Dieser
Drehwinkel wird gesucht. Er wird rz genannt, weil die Drehung
um die vertikale z-Achse erfolgt und liegt schätzungsweise
bei etwa 90°. Ich habe eher zufällig mal 91.7°
gewählt, was im Bogenmaß ausgedrückt der
Zahl 1.6 enstpricht. Das positive Vorzeichen hat die Bedeutung
einer Linksdrehung.
Es ist
einzusehen, dass es auf den optimalen Drehwinkel ankommt,
damit es nach dieser Drehung durch anschließende Verschiebung
des gedrehten Grundrisses nach rechts (und etwas nach unten)
zu exakter Deckung der beiden kommen kann. Der grüne
Punkt von S1 wird sich dabei vom grünen S0 trennen
und mit dem S1-Grundriss nach rechts wandern.
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Wenn
nun beabsichtigt ist, die Punkte des linken Grundrisses in den
rechten Grundriss einzupassen, dann ist, wie schon erwähnt,
zunächst eine Drehung dieser Punkte um den grünen
Standort des Tachymeters, also um S1 erforderlich. Diese Drehung
würde nach links gerichtet sein, damit sie "auf kleinstem
Weg zum Ziel führte" und müsste ca. 90° betragen.
Da außerdem der Punkt S1 im linken Grundriss - seine Koordinaten
wurden ja willkürlich mit x=0, y=0 und z=0 festgesetzt
- nicht wirklich mit dem Punkt S0 übereinstimmt (auch seine
Koordinaten wurden ja zu Beginn willkürlich mit x=0, y=0
und z=0 festgelegt), muss nach der vorausgegangenen Drehung
noch eine geeignete Verschiebung der S1-Punkte folgen.
Hier
zunächst der gemeinsame Grundriss nach der Drehung (um
zunächst von mir geschätzte 91.7°) nach links:

Die Güte dieser Schätzung muss sich noch zeigen!
Im
zweiten Schritt folgt versuchsweise die Verschiebung aller blauen
Punkte (gemessen von S1 und nach obiger Drehung) nach rechts
um den grün eingekreisten blauen Punkt (Helmstangenbasis)
links mit dem identischen Punkt rechts (grün eingekreister
roter Punkt) zur Deckung zu bringen. Dabei würde sich dann
auch der Punkt S1, der im obigen Bild ja noch mit S0 zusammenfällt,
nach rechts verschieben und es ergäbe sich - ohne dass
eigentlich direkt gemessen wurde - die Lage von S1 relativ zu
S0.
Die
erforderliche Verschiebung soll sich aus den Differenzen der
kartesischen Koordinaten ergeben:
Verschiebung
in x-Richtung nach rechts: x1=-35.78, x2=9.43 =>
9.43 - (-35.78) = 45.21
Verschiebung
in y-Richtung nach unten: y1=11.64, y2=11.07 => 11.07
- 11.64 = -0.57
Verschiebung
in z-Richtung nach oben: z1=24.85, z2=25.90 => 25.90
- 24.85 = 1.05
Der
Punkt S1 hätte nach dieser Verschiebung also die Koordinaten:
x = 45.21m, y = -0.57m und z = 1.05m (bezogen auf S0 mit x=0m,
y=0m und z=0m).

Bei
oberflächlicher Betrachtung dieses Bildes könnte vorschnell
der Eindruck entstehen, jetzt sei alles in Ordnung. Wenn man
aber diejenigen Punkte markiert, die von beiden Positionen aus
gemessen wurden, dann wird erkennbar, dass nicht alle "deckungsgleich"
sind, sondern dass zwar links im Bild noch alles halbwegs ordentlich
passt. nach rechts aber zunehmende Klaffungen (grüne Pfeile
von je einem gelben Punkt mit schwarzer Umrandung zum entsprechenden
violetten Punkt) auffallen. Da drängt sich der Verdacht
auf, dass der geschätzte Drehwinkel für die anfänglich
ausgeführte Drehung wohl nicht optimal war.

Der
Gewinn einer erfolgreichen Einpassung wäre am Ende, dass
der vereinigte Grundriss dann auch Punkte enthielte, die von
S0 aus gar nicht sichtbar waren - gewissermaßen als Mitbringsel
der erfolgreichen Mess-Expedition nach S1!
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In der nächsten
Folge möchte ich zeigen, wie ich systematisch nach dem passenden
Drehwinkel und den drei Verschiebungswerten suche. Dies geschieht
unter Nutzung derjenigen Punktkoordinaten, die von beiden Standorten
aus bestimmt wurden (Passpunkte) und zwar nach der Methode der
"kleinsten Quadrate".
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Diese
Seite wurde erstellt am 12.11.2007
Letzte
Aktualisierung: 11.12.2007

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