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Eine Parallel-Messung auf
2 Punkten im Abstand von 12,3 km
Am 14.7.1997 wurde eine Parallel-Messung
an zwei weiter auseinanderliegenden Punkten durchgeführt :
- Die nördliche Position lag bei R = 3424847,19
m und H = 5397441,68 m. Dort bestand gute Rundum-Sicht zum Himmel (höchstes
Hindernis, Hornisgrinde-Rücken, ragt dort ca. 4 ° über den Horizont).
Gemessen wurde dort von zwei Teilnehmern unserer AG (Satelliten-Navigation),
Timo Hänßel und Markus Weger.
- Die südlichere Position lag bei R = 3426219,18
m und H = 5385170,29 m. Auch dort bestand ähnlich gute Rundum-Sicht.
Ich befand mich selbst dort und nahm zeitgleich mit meinen Schülern
die zweite Messreihe auf.
Es bestand Sprechverbindung zwischen beiden
Messstellen über Handy, bzw. Auto-Telefon. So wurde auf beiden Seiten
die Messung gleichzeitig gestartet. Die gesamte Messdauer betrug 1125
Sekunden und dabei wurde auf beiden Seiten jede Sekunde ein Messwert aufgezeichnet.
Um zu erreichen, dass wirklich auf beiden Positionen dieselben Satelliten
zur Positionsbestimmung genutzt wurden - anfänglich waren es 8 Satelliten
(Nr. 1, 7, 14, 15, 16, 25, 29, 31) und nach ca. 600 Sekunden noch 7 (Nr.
1, 7, 14, 15, 16, 25, 29) - wurden alle Satelliten mit weniger als 10
° Elevation (über dem Horizont) bei der Ortsbestimmung ausgeblendet. Bei
der späteren Sichtung der beiden Log-Files ergab sich, dass dies auch
tatsächlich gelungen war. Diese Möglichkeit zur Flexibilisierung bieten
Handheld GPS-Geräte normalerweise nicht, wohl aber die Rockwell Jupiter
Geräte zusammen mit der zugehörigen Software "LABMON47". Ohne
die vollständige Gleichheit der Menge der zur jeweiligen Positionsbestimmung
benutzten Satelliten auf beiden Seiten ist das von uns verwendete Verfahren
nicht anwendbar. Frühere Versuche mit 2 ungleichen GPS-Gerätetypen hatten
mir das mit völlig unbrauchbaren Ergebnissen gezeigt. Natürlich ist auch
wichtig, dass beide Geräte exakt gleiche Mess- und Rechenverfahren benutzen,
wenn man gute Parallelität an beiden Messstellen anstrebt.
Ergebnis : Wie die drei Grafiken erkennen lassen (Bild
1, Bild2 und Bild 3), zeigen die beiden
"Spuren" aufeinanderfolgender Standortbestimmungen auf beiden
Seiten eine ausgezeichnete Parallelität. Einzig 3 Werte, die beim Wechsel
der Satelliten entstanden sind, mussten als "Ausreißer" verworfen
werden. Die Spuren überstreichen einen weiten Bereich von ca. 2700 Quadratmeter
und die durch Mittelung errechnete Position liegt noch immer um etwa 30
m neben der Soll-Position (übrigens auch das natürlich auf beiden Messstellen).
Umso eindrucksvoller ist aber dann die in Bild 2 ersichtliche Verbesserung,
die sich dadurch ergibt, dass unter Verwendung der bekannten Koordinaten
von TP59 die Abweichungen auf dieser Seite errechnet werden und als Korrekturen
für die Messwerte am TP51 angewendet werden. Die jetzt wesentlich weniger
weit streuende Wolke der berechneten Punkte (nur noch weniger als 1 Quadratmeter)
ergibt einen Mittelwert, der nur noch 95 cm vom Sollwert abweicht. - Die
Resultate sind also auch bei dieser viel größeren Entfernung der beiden
Messorte recht schön und ermutigen zu weiteren Versuchen.
Bild 1

Bild 2

Bild 3

Letzte Berichtigung :
08.01.2002
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